Brustvergrößerung mit Eigenfett

Viele Frauen wünschen sich eine Vergrößerung oder eine Straffung ihrer Brust. Nach der Geburt eines Babys und nach dem Stillen erreichen die Brüste oftmals nicht mehr ihre alte Form. In mittlerem Lebensalter kann das Gewebe der Brust nachgeben. Sie hängt, das Dekolleté wird flach. Darüber hinaus ist ein Wiederaufbau der Brust nach Krebserkrankungen notwendig. Implantate sind wohl die am häufigsten angewendete Methode, um den Brüsten wieder ein straffes ästhetisches Aussehen zu geben. Eine weniger bekannte, schonende Methode ist die Brustbehandlung mit Eigenfett, welche ebenso gute Ergebnisse liefert. Dem Körper kann Eigenfett entnommen werden, um die Brust zu straffen oder Unregelmäßigkeiten nach einer Operation aufzufüllen. Wird von der Frau eine Brustvergrößerung gewünscht, ist diese mit Eigenfett ebenfalls möglich. In einer Operation kann die Brust um ein Körbchen vergrößert werden. Ist eine größere Brust gewünscht, sind mehrere Operationen notwendig.

Brustvergrößerung mit Implantaten führt mitunter zu Problemen

Als gängige Methode werden bei einer Brustvergrößerung Implantate aus Silikon unter die Haut der Brust eingefügt. Auf diese Weise kann die Brust gestrafft und um eine oder mehrere Körbchen vergrößert werden. Diese Methode kann unter Umständen von Komplikationen begleitet sein. Die Implantate können Schmerzen verursachen, verrutschen und im schlimmsten Falle platzen. Darüber hinaus gibt es Fälle, bei denen Frauen das Silikon nicht vertragen haben. Die Implantate können vom Immunsystem als Fremdkörper wahrgenommen werden. Es kann zu Abstoßungs- oder Unverträglichkeitsreaktionen kommen. In diesem Fall müssen die Implantate wieder entfernt werden.

Eigenfett als Alternative zur klassischen Brustvergrößerung mit Implantaten

Die Brustvergrößerung durch Eigenfett ist eine sehr gute Alternative zur klassischen Lösung, bei der Implantate eingesetzt werden. Der Körper muss sich nicht an einen ihm fremden Stoff gewöhnen. Das Eigenfett wächst innerhalb kurzer Zeit ein. Darüber hinaus wird überflüssiges Fett am Bauch oder an den Oberschenkeln entfernt. Bei dieser Methode kann die Frau eine Fettabsaugung und eine Brustvergrößerung quasi gleichzeitig vornehmen lassen. Nicht nur die Brust wird gestrafft, sondern auch die Figur wird insgesamt schlanker. Die Operation kann ambulant durchgeführt werden und die Erholungszeit ist mit zwei Wochen wesentlich geringer als bei einer Brustvergrößerung mit Implantaten. Diese ist in der Regel mit einem hohen Schmerzempfinden verbunden, während die Transplantation von Eigenfett keine starken Schmerzen verursacht. Die Frau bekommt auf Wunsch eine Vollnarkose, ein Dämmerschlaf reicht jedoch auch aus. Die Behandlung ist in der Regel nach zwei Stunden abgeschlossen. Wenn die Betäubung abgebaut ist, kann die Frau nach Hause entlassen werden. Als Erholungszeit geben die Ärzte etwa zwei Wochen an. In dieser Zeit sollten eine übermäßiger Druck auf die Brust sowie sportliche Betätigung unterlassen oder nur sehr eingeschränkt betrieben werden.

Der Eingriff wird in vielen Kliniken angeboten

Egal ob Brustvergrößerung Berlin, Hamburg oder München, überall in Deutschland wird die Brustvergrößerung mit Eigenfett in verschiedenen Kliniken angeboten. Entscheidet sich die Frau für eine Brustvergrößerung, steht am Anfang ein umfassendes Beratungsgespräch, bei dem der Eingriff erklärt wird. Um eine Brustvergrößerung mit Eigenfett zu erreichen, müssen die dafür benötigten Fettzellen zunächst entnommen werden. Ein Berliner Chirurg verwendet bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett z.B. ein spezielles, sehr schonendes Verfahren: Das Fett wird mit Hilfe einer speziellen Methode abgesaugt, der sog. body-jet® Methode. Im Vergleich zur aufwändigen Mikro-Fett-Transplantationen, kommt Wasser beim Absaugen zum Einsatz. Mikro-Fett-Transplantation erfordert ein Zentrifugieren der Masse, das Fett wurde in mehreren Schritten gewonnen. Die Operation dauerte dadurch sehr lange und war für die Frau eine hohe Belastung, denn es musste über den längeren Zeitraum eine Vollnarkose gehalten werden. Wird das Fett hingegen mit der body-jet® Methode abgesaugt, ist dass Fett bereits gewaschen und es ist blutarm. Dies wird durch ein Aussieben des Fetts erreicht. Ein Zentrifugieren ist demnach nicht mehr notwendig, und die OP-Zeit kann für die Frau erheblich verkürzt werden. Das body-jet® Verfahren wird dabei mit dem AquaShape® LipoCollectorTM verwendet. Nach der erfolgreichen Gewinnung kann das Fett direkt in die betreffenden Stellen der Brust injiziert werden. Darüber hinaus ist es bei dieser Methode möglich, sehr kleine Kanülen zu verwenden. Die Öffnungen, durch die das Fett entnommen wird, sind weniger als 1 mm groß. Durch die Verwendung der feinen Nadeln sind die Fettgewebszellen feiner. Sie wachsen schneller ein. Auch dadurch kann das gesamte OP-Verfahren schonender durchgeführt werden. Darüber hinaus werden Risiken reduziert, die sich nach der OP ergeben können. Zu diesen gehören Nekrosen des Fettgewebes oder Verkalkungen. Das injizierte Fettgewebe verbleibt dauerhaft in der Brust und verbindet sich mit dem bereits vorhandenen Gewebe. Die Form der Brust sieht dadurch viel natürlicher aus, im Vergleich zu Silikon Implantaten. Die Brust ist bei der Berührung weich und sehr weiblich. Nicht zuletzt aus diesem Grund bevorzugen viele Frauen die Eigenfett Methode. Etwa sechs Wochen nach der Operation ist das neue Gewebe vollständig eingeheilt.

Wann kommt eine Brustvergrößerung durch Eigenfett in Frage

Sollen Asymmetrien der Brust ausgeglichen werden, die durch den natürlichen Alterungsprozess der Haut oder durch eine Teiloperation nach einer Krebserkrankung aufgetreten sind, ist eine Transplantation von Eigenfett die Methode der Wahl. Das natürliche Gewebe kann erhalten werden. Junge Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, können später ihr Baby stillen. Dies ist nach dem Setzen eines Implantats nicht möglich. Ein vollständiger Brustaufbau nach einer Amputation der Brust nach einer Krebserkrankung ist mit Eigenfett ebenfalls möglich. Dies erfordert jedoch in der Regel mehrere Operationen. Frauen, die unter Fettpolstern an Bauch, am Po und an den Oberschenkeln leiden, profitieren von der Brustvergrößerung durch Eigenfett doppelt. Die lästigen Fettpolster werden entfernt und in die Brust injiziert. Die Frauen verspüren nach der Operation häufig ein vollkommen neues Lebensgefühl.

Wenig Risiken, große Wirkung

Die Brustvergrößerung durch Eigenfett ist mit einem sehr geringen Operationsrisiko behaftet. Eine Vollnarkose ist nicht nötig, ein Dämmerschlaf reicht für die Durchführung der Operation aus. Patientinnen können am gleichen Tag wieder nach Hause gehen. Das Schmerzempfinden ist geringer als beim Einsetzen von Implantaten. Die Erholungszeit beträgt nur zwei Wochen. Den vielen Vorteilen steht der Nachteil von mehreren notwendigen Operationen gegenüber, wenn die Brust stark vergrößert oder neu aufgebaut werden soll. Dafür wird in den Körper eigenes Gewebe implantiert, das lebenslang im Körper verbleiben kann. Implantate müssen mitunter ausgetauscht oder erneuert werden. Die Brust wird auf eine natürliche Weise wieder aufgebaut und sieht nicht künstlich gestrafft aus. Das gesamte Verfahren birgt weniger Komplikationen und ist schonender für den Körper. Für Frauen, die unter ungeliebten Fettpolstern leiden, ergibt sich die Fettabsaugung als weiterer Vorteil. Eine umfassende Beratung und Aufklärung steht am Anfang einer jeden Operation. Jede Frau, die sich Gedanken über eine Veränderung oder Vergrößerung der Brust macht, sollte sich die Methode der Brustvergrößerung durch Eigenfett unbedingt von ihrem Arzt erklären lassen.

Bildquelle: (Bigstock by khorzhevska ID 51797599)

Über den Autor:
Redakteur beim Gesundheitsportal Gesundheit.de.de.

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