Sind Krankheiten an den Haaren herbeigezogen?

Die Haare können viele Einflüsse aus der Umwelt über Monate speichern. Wenn sich das Haar bildet, werden in den Zellen kleinste Spuren von Mineralstoffen, Spurenelementen und Schwermetallen abgelagert, die im Blut zirkulieren. So gibt es die Theorie, dass man an den Haaren ablesen kann, ob der Mensch gesund oder krank ist. Wer stumpfe Haare hat, Haarausfall und dazu noch trockene Haut, der zeigt Zeichen einer Krankheit. So deuten stumpfe Haare zum Beispiel oft aus Stress im Alltag hin, auf Überforderung und auch Vitaminmangel. Starker Haarwuchs im Gesicht kann ein Zeichen von Stress, einer eventuellen Lichtdermatose oder von Alkoholmissbrauch sein. Werden die Haare dünner, kann dies ein Zeichen einer defekten Schilddrüse sein. Fast die Hälfte aller Frauen mit Schilddrüsenproblemen klagt auch über Haarausfall.

So oder so ist Haarausfall ein weit verbreitetes Problem, vor allem im Alter. Haare verkörpern Vitalität, Jugend und Schönheit für uns und sind uns deswegen besonders wichtig. Fast jeder zweite Mann und fast genauso viele Frauen sind von Haarausfall betroffen, Männer teilweise schon ab dem 20. bis 25. Lebensjahr, beginnend an den Schläfen bishin zur Schädeldecke. Bei Frauen findet der Haarausfall meist nicht an einer bestimmten Stelle sondern gleichmäßig statt, sodass das Haar insgesamt dünner wird.

Es gibt viele verschiedene Ursachen für Haarausfall.

Es gibt viele verschiedene Ursachen für Haarausfall.

Die Ursachen für Haarausfall sind verschieden. 95 Prozent der Männer leiden an erblich bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie). Bei dieser Krankheit geht man davon aus, dass das Haarfollikel so empfindlich ist, dass bei einer Erhöhung des Testosterons im Körper zu einer Schrumpfung oder dem Absterben der Haarwurzel kommt. Das besondere Muster, also der später übrigbleibende Haarkranz entsteht durch eine häufige Anspannung der Muskelfasern im Bereich des Kopfes, die sich vor allem an Schläfen, Stirn und Tonsur befinden. Die Anspannung entsteht zum Beispiel durch häufige starke Konzentration, seelische Belastung und Stress. Da die Muskeln in diesem Bereich ständig angespannt werden, wird die Durchblutung vermindert und führt so zum Absterben der Wurzeln.
Frauen sind von erblich bedingtem Haarausfall nur sehr selten betroffen, meist beginnt die Erkrankung dann nach den Wechseljahren.

Generell kann man sagen, dass der Zustand der Haare einiges über den Menschen aussagen kann, vor allem über die Psyche. Es ist zwar schwer, genaue Krankheitsbilder an der Haarwurzel abzuleiten, aber stumpfe, ausfallende oder spröde Haare sind immer ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Oftmals sind die Ursachen hier in der Psyche zu finden. Menschen mit Depressionen oder anderen psychischen Störungen neigen stark zu Haarausfall und ungesund aussehendem Haar. Wer gesunde Haare hat, kann sich meist guter seelischer Gesundheit erfreuen.

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Redakteur beim Gesundheitsportal Gesundheit.de.de.

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